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Kindertagesstätte Gering-Kollig-Einig

Sonderbericht: Unsere "Corona-Zeit"

In diesem Jahr wurde der Alltag unserer KiTa Bärenhöhle durch die Corona-Pandemie ganz schön auf den Kopf gestellt.

Am 16. März hieß es auf einmal, alle Kindergärten bleiben vorrübergehend geschlossen. Es wurde von der Verbandsgemeinde eine Notbetreuung organisiert. In diese Notbetreuung durften die Kinder, deren Eltern zu den systemrelevanten Berufsgruppen gehörten. Es mussten beide Elternteile dieser Gruppe angehören. Aus unserer Einrichtung nutzte keine Familie dieses Angebot.

Wir Erzieherinnen mussten aber trotzdem in den Kindergarten und nutzten diese Zeit um unser Konzept zu überarbeiten, das Spielzeug zu reinigen und um etwas Ordnung zu schaffen.

Pantoffeln auf ihrem Platz Die Tastwand Spielzeugkisten
Schild: Was ziehen wir draußen an? Geburtstagskalender Raumschilder

Ab dem 20. April gab es eine Änderung. Ab diesem Zeitpunkt hatte jede Kita ihre eigene Notbetreuung organisiert. Die Kinder, deren Eltern zu den systemrelevanten Berufsgruppen gehörten, durften die Notbetreuung in Anspruch nehmen. Hierfür benötigten wir jedoch einen Nachweis vom Arbeitgeber. Die Kinder durften auch nur an den Tagen kommen, die uns vom Arbeitgeber bescheinigt wurden. Die Zahl der Kinder war auf 10 begrenzt. Die Betreuungszeit war von 7.00 -14.00 Uhr. Das Mittagessen brachten die Kinder in Form eines 2. Lunchpaketes mit.

Am 18. Mai gab es eine erneute Änderung. Jetzt war es ausreichend, wenn ein Elternteil zu den systemrelevanten Berufsgruppen gehörte. Wir richteten jetzt 2 Gruppen ein, eine Gruppe mit 15 Kindern(Ü3) und eine Gruppe mit 10 Kindern(U3). Eine Gruppe hielt sich im Sportstudio auf und die andere im Bastelraum. Das Spielmaterial wurde so aufgeteilt das, dass die Kinder die Möglichkeit hatten mit vielen unterschiedlichen Materialien zu spielen. Das Außengelände wurde in 2 Bereiche geteilt und die Mahlzeiten wurden auch zu unterschiedlichen Zeiten eingenommen. Die Kinder der einzelnen Gruppen sollten sich nicht mischen und der Hygiene wurde große Aufmerksamkeit gewidmet.

Die Gruppe unter 3 Die Gruppe über 3

Die nächste Änderung folgte dann am 08. Juni (eingeschränkter Regelbetrieb). Nun sollten alle Kinder die Möglichkeit bekommen, unter Einhaltung der Hygiene-Bestimmungen, die Kita wieder zu besuchen. Hierbei war der individuelle Betreuungsbedarf der einzelnen Familien zu berücksichtigen. Die Corona-Bestimmungen gaben die Anzahl der Kinder pro Gruppe vor. Das stellte uns erneut vor eine große Herausforderung. 50 Kinder in 2 Gruppen (15 und 10 Kinder) unterzubringen war nicht machbar. Die Idee einer Waldgruppe war geboren. Schnell waren 2 Erzieherinnen und auch genügend Kinder gefunden, die bereit waren die nächsten Wochen im Wald zu verbringen. Als Treffpunkt wurde die Schützenhalle in Kollig ausgesucht, die nach ein paar Prüfungen von verschiedenen Ämtern, auch genehmigt wurde. Die Schützenhalle wurde nun mit ein paar Tischen und Stühlen und natürlich verschiedenen Spielmaterialien ausgestattet. Sie war nun unser "dritter Gruppenraum". Wir konnten nun in diesen 3 Gruppen (Settings) insgesamt 40 Kinder (15,15,10) unterbringen.
Und was ist mit den restlichen 10 Kindern? Wir berieten uns im Team und überlegten weiter. Die einzige rechtliche Möglichkeit: Eine Spielgruppe am Nachmittag. In diese Gruppe teilten wir nun die Kinder ein, deren Eltern zuhause waren, die einen Teilzeitplatz hatten oder deren Eltern keinen Bedarf anmeldeten. Diese Spielgruppe traf sich von Montag bis Donnerstag von 14.30 -16.30 Uhr und wurde von 4 Kindern in Anspruch genommen.

Damit die Eltern die Möglichkeit hatten, ihre Kinder jeden Tag zu bringen, behielten wir unsere Öffnungszeit von 7.00 -14.00 Uhr bei.

Die Waldgruppe

Am 22.06. teilte dann das Land mit, das die Zahl der Kinder in den einzelnen Settings erhöht werden kann. Wir teilten dann die Spielgruppe auf die anderen 3 Gruppen auf. Jetzt kann jedes Kind wieder jeden Tag in den Kindergarten kommen.

Und zum Abschluss hier noch ein paar Fotos aus unseren Settings:

Die U3-Gruppe (15 Kinder unter drei Jahren)
Die Ü3-Gruppe (17 Kinder über drei Jahren)
Die Waldgruppe (18 Kinder über drei Jahren)